Die Fragen rund um die Energiepolitik der Zukunft können mit Hilfe einer vielseitigen Analyse aller relevanten Faktoren angemessen geklärt werden.
Das von der EU finanzierte SAPIENT-Projekt ist Teil des EESD-Programms und genau auf diese Rolle zugeschnitten. Das heißt, es sollten alle an der Analyse von Energiesystemen beteiligten Faktoren kombiniert werden, um konkrete Verbesserungen und Innovationen im Technologiebereich zu erzielen. Im Rahmen von SAPIENT sollte überdies ein Modellierungssystem erstellt werden, mit dem F&E-Richtlinien und deren mögliche Ergebnisse bewertet werden können.
Die Projektpartner erarbeiteten das so genannte POLES-Modell; POLES bildet ein globales sektorales Modell des weltweiten Energiesystems. Dieses dynamische Modell besteht aus einer Reihe miteinander verbundener Submodelle auf regionaler und nationaler Ebene. Die Daten einzelner Jahre wurden gesammelt und in POLES eingearbeitet, um so eine dynamische Analyse und die genaue Modellierung des gegenwärtigen Zustands im weltweiten Energiebereich zu ermöglichen.
Durch den Einsatz des Modells sind bereits Vorhersagen bis zum Jahr 2030 möglich und es können spezifische Daten über Energie und CO2-Emissionen gewonnen werden. Diese Werte werden mit Aussichten auf Bedarf, Versorgung und Preisvorhersagen auf regionaler Ebene gekoppelt.
Das POLES-Modell ist voll funktionsfähig und kann für Vorhersagen zur Energienutzung in etwa 38 Regionen weltweit genutzt werden. Das Modell berücksichtigt das Zusammenspiel zwischen der demographischen und wirtschaftlichen Evolution und den Energie- und F&E-Richtlinien der Regierung sowie die Verfügbarkeit von Öl- und Gasressourcen.
Diese Art Modell könnte die Grundlage für eine globale Energiestrategie auf der Basis einer genauen Analyse von Daten der Vergangenheit und Trends der Zukunft bilden.




