Dieser Frage ging eine Doktorarbeit an der Georg-August-Universität Göttingen nach (Fakultät für Agrarwissenschaften). Dafür wurden Winterrapskulturen mit den Bodenbearbeitungssystemen “konventionell wendend”, “konservierend” und “mit Direktsaat” bewirtschaftet und die Schädlinge Rapserdfloh, Großer Rapsstängelrüssler, Gefleckter Kohltriebrüssler, Rapsglanzkäfer und Kohlschotenrüssler erfasst. Die Schadinsekten reagierten auf die Bodenbewirtschaftung jeweils unterschiedlich, so dass sich keine der Maßnahmen als generell wirksam gegen alle Rapsschädlinge heraus kristallisierte.
Die konservierende Bodenbearbeitung minimierte besonders den Befall mit Larven der drei Schadinsekten Großer Rapsstängelrüssler, Gefleckter Kohltriebrüssler und Rapserdfloh. In Direktsaat zeigten sich stark verringerte Schlupfraten beim Gefleckten Kohltriebrüssler, Rapsglanzkäfer und beim Großen Rapsstängelrüssler. Die geringere Schlupfrate zeigt jedoch erst im nächsten Jahr ihre Wirkung auf den Befall der Kultur.




