Schott steigt in Massenmarkt ein – Meilenstein auf dem Weg zur Kostensenkung
Der Trend zur Miniaturisierung von Optiken in Digital- und Handykameras hält weiter an. Asphärische Linsen spielen eine immer größere Rolle, da eine einzelne Asphäre mehrere sphärische Linsen ersetzen kann – dadurch wird die gesamte Optik kleiner und leichter. Gleichzeitig ermöglichen Asphären bessere Abbildungsqualität und höhere Auflösung.
Zur Herstellung asphärischer Linsen für Digitalkameras, Digitalprojektoren oder Camcorder bietet die Schott AG erstmalig geeignete Vorformen an, sogenannte „Precision Gobs“. Hergestellt werden die Glasteile in Massenfertigung am Standort Mainz. Der Technologiekonzern ist damit das einzige Unternehmen außerhalb Japans, das die hohen Kundenanforderungen an Precision Gobs erfüllt.
Die Glasteile wiegen zwischen 0,3 und 20 Gramm und werden in einem vollkontinuierlichen Prozess direkt aus der Schmelze gefertigt. Gewichtskonstanz und Qualität der feuerpolierten Oberflächen sind so gut, dass keine weitere Bearbeitung mehr notwendig ist, bevor die Glasteile durch Blankpressen zu Asphären umgeformt werden. Dadurch sind Precision Gobs die mit Abstand wirtschaftlichste Alternative von Vorformen für die Herstellung von asphärischen Linsen.
Für die Fälle, bei denen Asphären aufgrund ihrer besonderen Form oder geringen Größe nicht aus Precision Gobs gefertigt werden können, bietet Schott drei weitere Vorformen an: polierte sphärische Linsen, polierte Scheiben bzw. Zylinder sowie „Precision Balls“.
Ermöglicht wird die neue Produktionstechnologie durch speziell entwickelte „Low-Tg-Gläser“, die für das Blankpressen notwendig sind. Das Portfolio von „Low-Tg-Gläsern“ wird kontinuierlich ausgebaut, um kundenspezifische Anforderungen an die optischen Eigenschaften umfassend zu erfüllen.




