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BMBF bündelt europäische Systembiologie

Gemeinsame Ausschreibung zu Mikroorganismen in sechs Ländern

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) bündelt die europäische Forschung zur Systembiologie an Mikroorganismen. Unter dem Titel SYSMO werde es eine gemeinsame Ausschreibung mit Großbritannien, den Niederlanden, Norwegen, Österreich und Spanien geben, teilte das Ministerium am Donnerstag in Berlin mit. Für Projekte, an denen Forscher aus mindestens drei der beteiligten Länder teilnehmen, stünden in den kommenden drei Jahren insgesamt rund 24 Millionen Euro zur Verfügung. Das BMBF werde die teilnehmenden deutschen Forschergruppen mit rund acht Millionen Euro fördern.

Die Systembiologie an Mikroorganismen erfasst die biologischen Prozesse einer Bakterienzelle quantitativ in ihrer Dynamik und beschreibt sie in einem mathematischen Modell. So können biologische Experimente am Computer simuliert und die Ergebnisse in der Medizin, der Biotechnologie, dem Umweltschutz sowie vielen anderen Bereichen genutzt werden. Beispiele dafür sind die patientenbezogene Entwicklung von Diagnostika, Medikamenten und Therapien. Ziel ist außerdem der Ersatz chemischer Verfahren durch maßgeschneiderte, energie- und ressourcenoptimierte biotechnologische Produktionsverfahren.

SYSMO bündelt die Forschungsexpertise führender Institute und Labors auf diesem Gebiet in Europa. Die Projekte werden von einem unabhängigen internationalen Gutachterausschuss ausgewählt. Das Management für alle Forschungsprojekte übernimmt der Projektträger Jülich des BMBF.

Die Ausschreibung finden Sie im Internet unter www.bmbf.de/foerderungen/4792.php www.bmbf.de/foerderungen/4792.php



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