“Simatic MV220” kann sechzehn Prüfmodelle “einlernen”
Der deutsche Elektronikkonzern Siemens Automation and Drives (A&D) hat ein Bildverarbeitungssystem zur automatischen Prüfung von farbigen Objekten entwickelt. Der Farbflächensensor “Simatic MV220” besitzt eine Digitalkamera mit einem CMOS-Chip und kann Objekte mit einer Auflösung von 640 x 480 Pixel prüfen.
Per stufenlos verstellbarem Objektiv sind das Bildfeld von 40 x 30 bis 200 x 150 Millimeter und der Objektabstand von 50 bis 250 Millimeter variabel einstellbar. Integriert sind eine Weißlicht-Beleuchtung und eine laserbasierte Ausrichthilfe, die das manuelle Ausrichten unterstützt. Die Bedien- und Anzeigeeinheit verfügt über vier Bedientasten, ein vierstelliges Textdisplay und LED-Anzeige. Die Integration in die Anlagenautomatisierung erfolgt über digitale Ein- und Ausgänge. Laut Siemens sind bis zu sechzehn Prüfmodelle vom System erlernbar, womit sich beim Modellwechsel im laufenden Betrieb kurze Umrüstzeiten ergeben.
Das “Trainieren” der Modelle erfolgt anhand vorgebbarer Merkmale eines oder mehrerer “Gut-Objekte”. Geprüft können stehende oder bewegte Objekte werden, wobei bei voreingestellten Schwellwerten eine Gut/Schlecht-Aussage getroffen wird. Das Prüfergebnis “OK” oder “Nicht-OK” wird über zwei Digitalausgänge ausgegeben. Der Farbflächensensor ist laut Siemens mit 30 Prüfvorgängen pro Sekunde sehr schnell und das Kunststoff-Metallgehäuse eignet sich auch für raue Industrieumgebungen. Hauptanwendungsgebiete sind Fertigungstechniken sowie Verpackungs-, Nahrungs- und Genussmittelindustrie. Da das System “trainiert” statt “programmiert” wird, benötigen laut Siemens auch Nichtexperten keine besondere Schulung.




