Die Reduzierung der ökologischen Auswirkungen von Steinbrüchen
Das an der Universität Leoben in Österreich entwickelte energeigesteuertes Sprengen soll die Effizienz und Rentabilität von Abbaumethoden steigern.
Unter Abbau versteht man die Gewinnung von Stein, der oftmals zur Nutzung als Baumaterial bestimmt ist, aus offenen Gruben. Im Laufe der letzten Jahre wurde viel geleistet, um die Folgen des Abbaus und anderer Bergbauaktivitäten für die Umwelt zu reduzieren. Im Rahmen des GROWTH-Programms der EU, das sich auf wettbewerbsfähige und nachhaltige Entwicklung richtet, wurde ein Projekt zur Senkung der Menge mineralischen Abfalls finanziert, der beim Abbau entsteht.
Die am LESS FINES-Projekt beteiligten Partner gingen über nicht ausgereifte Methoden hinweg und übernahmen einen intelligenteren Ansatz zum Sprengen. Die Bergbautechniker der österreichischen Univerität Leoben definierten eine umfassende Methodologie mit dem Titel Energy Controlled Blasting (ECB).
Im Kern von ECB liegt die Anpassung der Mengen, Positionen und Detonationen von Sprengstoffen so nah wie möglich an die Anforderungen des Möllers. Die Beurteilung der Explosionsgeometrie spielt eine Schlüsselrolle im ECB. Indem man eine Reihe physikalischer und chemischer Analysen zu verschiedenen Gesteinsproben im Labor durchführte, wurden wichtige Einblicke in die Art gewonnen, wie Felsen bei der Sprengung brechen und zerfallen.
Der ökologische Nutzen von ECB liegt in der bedeutenden Reduzierung der Menge produzierten Feinmaterials. Dies liefert wiederum ökonomische Vorteile für den Abbau in Form von gesenkten Betriebskosten und gesteigertem Ertrag. Um die Anwendung von ECB in Steinbrüchen zu vereinfachen, plant die Universität Leoben die Entwicklung eines entsprechenden Softwarepakets.




