Starker Euro und hohe Ölpreise drücken auf Technologieausgaben
Die europäischen Unternehmen werden in diesem Jahr bei ihren IT-Ausgaben wieder stärker auf die Kostenbremse treten als noch in den vergangenen Jahren. Nach Berechnungen der Marktforscher von IDC wird der IT-Sektor im laufenden Jahr moderat zulegen und um rund vier Prozent anwachsen. Dabei drücken vor allem der starke Euro, die hohen Ölpreise und die steigende Arbeitslosenrate auf die IT-Ausgaben der Europäer, berichtet das britische Branchenportal The Register heute, Donnerstag.
Die schwache Gesamtwirtschaftslage erschwere es den Unternehmen, Geld für neue IT-Projekte locker zu machen, sagte IDC-Manager Marcel Warmerdam. “Die Marktumgebung verbessert sich zwar gegenüber dem Vorjahr weiter. Die IT-Ausgaben in Europa werden aller Voraussicht nach aber hinter denen der USA und anderer großer Volkswirtschaften zurückbleiben”, so Warmerdam.
Der Stärke des Euro gegenüber dem Dollar hat bereits im vergangenen Jahr für erhebliche Probleme gesorgt. So legte der europäische IT-Markt, gemessen in Euro, um nur drei Prozent zu. In Dollar gerechnet kletterte das Marktvolumen um satte zwölf Prozent. Laut Warmerdam wird sich der europäische IT-Markt langfristig aber wieder stabilisieren und “in den nächsten Jahren” wieder zu gesundem Wachstum zurückkehren. Im Laufe dieses Jahres soll das Wachstum durch die unsichere Wirtschaftslage und fehlende Investitionen in neue Projekte allerdings abgebremst werden.




