Informationstechnologie

IBM, Sony Group und Toshiba enthüllen Details des neuen Cell

IBM, Sony Group (Sony Corporation und Sony Computer Entertainment) und Toshiba Corporation haben heute weitere Details zum neuen Cell Mikroprozessor auf der International Solid State Circuits Conference (ISSCC) in San Francisco vorgestellt. Cell ist ein Multicore-Chip mit einem 64-Bit-Power-Prozessorkern und acht synergetischen Prozessorkernen, die extrem umfangreiche Fließkomma-Berechnungen ermöglichen. In ersten Labortests hat Cell Taktfrequenzen bis zu 4GHz erreicht.

Cells bahnbrechende Multicore-Architektur und sein reibungsloser Kommunikationsfluss ermöglichen außergewöhnlich schnelle Echtzeitantworten – bis zu zehn Mal schneller als aktuelle PC-Prozessoren, je nach Anwendungsgebiet. Besonders breitbandige Media-Anwendungen werden von Cell profitieren. Zum Einsatz kommt Cell künftig zum Beispiel in neuen Hochleistungsgeräten für den digitalen Heimbereich.

Cell ist betriebssystem-neutral und unterstützt auch mehrere Betriebssysteme gleichzeitig. So können beispielsweise Linux, Real-Time-Betriebssysteme für Spiele und für Elektronikgeräte wie auch Gastbetriebssysteme für spezifische Anwendungen simultan laufen.

Mit 221 mm² hat der Prototyp etwa die Größe einer Briefmarke und integriert dabei 234 Millionen Transistoren. Aufgebaut ist er in 90-Nanometer-SOI-Technologie (Silicon-On-Insulator). Seit März 2001 hat ein Team aus Ingenieuren von IBM, der Sony Group und Toshiba in Austin (Texas) an der Entwicklung des Cell Mikroprozessors gearbeitet. Die Pilot-Produktion des Cell Prozessors wird voraussichtlich noch in diesem Jahr in der 300mm-Chip-Wafer-Fabrik von IBM in East Fishkill im Staat New York beginnen.

Das IBM Entwicklungszentrum in Böblingen ist maßgeblich an der Entwicklung von Cell beteiligt und trägt die Verantwortung für zentrale Funktionskerne im Prozessordesign.



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