Informationstechnologie

Visualisierungstechnik macht Flugzeuge sicherer

Philipp Slusallek, Professor für Computergraphik an der Universität Saarbrücken, hat mit seinem Team eine interaktive Visualisierungstechnik entwickelt, die es erlaubt, ein komplettes Flugzeug bis ins Detail interaktiv am Bildschirm zu präsentieren. Vorgestellt wird das Echtzeit-Ray-Tracing-Verfahren von dem US-Luftfahrtunternehmen Boeing, das am 27. Januar die interaktive Visualisierung via Internet gleichzeitig an vier US-amerikanischen Standorten übertragen wird.

Mit der Präsentation will Boeing seine Manager und Entwicklungsingenieure über den neuesten Stand der Technik informieren. Für die Darstellung des originalen CAD-Modells einer Boeing 777 müssen die Daten von mehr als 350 Mio. Dreiecken interaktiv verarbeitet werden. Die Datenmenge von insgesamt 30 Gigabyte würde laut Boeing etwa 40 CD-ROMs füllen. Die neue Technik soll Konstrukteuren erlauben, sich jederzeit interaktiv durch das virtuelle Flugzeug zu bewegen und dabei jedes Detail bis hin zur kleinsten Schraube und Niete unter die Lupe zu nehmen. Laut Slusallek können Flugzeugmodelle mit dem neuen Verfahren in ihrer Gesamtheit getestet und Probleme schon vor dem Bau erkannt werden.

Auf der CeBIT 2005 wird Slusallek den weltweit ersten Echtzeit-Ray-Tracing-Chip zeigen, der interaktiv und photorealistisch dreidimensionale Grafiken erzeugen kann. Dies lässt für die Zukunft auch viel realistischere Computerspiele erwarten, in denen auch physikalisch korrekte Schatten, Reflexionen und Lichtbrechungen eingebunden werden können.



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