Solarsilizium aus Silan soll Abhängigkeit von Halbleiterindustrie verringern
Die SolarWorld AG notiert seit heute, Montag, im Technologieindex TecDax der Deutschen Börse AG. Damit hat die SolarWorld den einzigen Windanlagenbauer, die Repower AG, aus dem TecDax verdrängt. Vorangegangen ist dieser Aufwertung der Solar-Aktie ein Kursplus von rund 500 Prozent seit Jahresbeginn auf aktuell 62 Euro.
Frank H. Asbeck, Vorstandssprecher der SolarWorld AG, will die SolarWorld “zu einem technologischen Blue-Chip der deutschen Börsenlandschaft zu entwickeln” und die Produktionsexpansion entlang der gesamten Wertschöpfungskette vorantreiben. So wurde für die Produktion von Silizium die Joint Solar Silicon GmbH, ein Joint Venture mit der Degussa AG, gegründet.
Das Unternehmen hat ein neuartiges Verfahren zur Abscheidung von Solarsilizium aus Silan entwickelt. In einer Pilotanlage sollen im 2. Halbjahr 2005 erste Siliziummengen aus Silan – einem aus Wasserstoff und Silizium bestehenden Gas – gewonnen werden. Derzeit ist die Solarindustrie überwiegend auf externe Rohstoffe aus der Halbleiterindustrie angewiesen. Mittelfristig wird die Sicherung des Bedarfs aus eigener Produktion für die globale Solarbranche ein zentrales Thema. “Die Joint Solar Silicon-Technologie wird die Verfügbarkeit von qualitativ hochwertigem Silizium als Ausgangsprodukt für den solaren Produktionsprozess nachhaltig erhöhen”, erklärte Asbeck.
Die SolarWorld AG ist im TecDax das einzige vollintegrierte Solarstromunternehmen, das sich ausschließlich der Solarenergie widmet. Nach dem Börsengang Ende 1999 hat sich die SolarWorld AG innerhalb weniger Jahre von einem solaren Handelshaus zu einem integrierten solaren Technologiekonzern entwickelt und ist in der Zeit von ursprünglich 12 auf über 600 Mitarbeiter gewachsen. Der SolarWorld-Konzern ist heute auf allen Wertschöpfungsstufen der Solarindustrie – vom Rohstoff Silizium bis zur fertigen Solarstromanlage – aktiv.




