Biowissenschaften Chemie

Makrofauna kennzeichnet Biovielfalt

Im Rahmen einer europäischen Initiative wurden Mittel zur Überwachung und Anzeige wichtiger biogeographischer Indikatoren der europäischen Biovielfalt entwickelt.

Seit einiger Zeit besteht die Notwendigkeit, Veränderungen in der Biovielfalt, besonders in der Vielfalt der Arten, zu erfassen. Problematisch sind dabei jedoch die Schwierigkeiten in der Beurteilung der Veränderungen bei sehr vielen Arten eines bestimmten Gebietes. Deshalb war ein geeigneter Indikator erforderlich, der Veränderungen schnell erkennen lässt und frühzeitig vor Veränderungen sowie möglichen Gefahren warnt, die sich aus solchen Veränderungen für die Biovielfalt ergeben können. Zu den möglichen Bedrohungen gehören die Verschmutzung und fremde Arten.

Im Rahmen dieses Projektes wurden zunächst die wichtigsten Faktoren wie beispielsweise politische Gesichtspunkte betrachtet, welche die Biovielfalt in Europa beeinflussen. So sollte herausgearbeitet werden, wo das größte Bedürfnis nach Biovielfalt besteht. Es wurden Richtlinien erstellt und Indikatoren vorgeschlagen.

Mit Hilfe von Luftaufnahmen, Satelliten und Laserscannern wurden Messungen vorgenommen, die dann für unterschiedliche Bodennutzungsgradienten, von Waldgebieten bis hin zu intensiv genutzten landwirtschaftlichen Flächen, getestet wurden. Zusätzlich wurde der Einfluss der veränderten Bodennutzung auf Komponenten der Biovielfalt wie Regenwürmer, Laufkäfer, Schmetterlinge, Pflanzen, Flechten und Vögel erfasst. Die Daten wurden an verschiedenen Orten in acht europäischen Ländern zusammengetragen.

Die Untersuchung hat gezeigt, dass zwar die meisten Komponenten potenzielle Indikatoren sein können, dass aber die Makrofauna des Bodens der viel versprechendste Indikator für die Biovielfalt des Bodens ist. Die Makrofauna kann auf die Menge anderer Taxa hinweisen, indem sie starke und schwache Beziehungen zu anderen Komponenten anzeigt. Da die Indikatoren nun getestet worden sind, wird ihre mögliche Anwendung möglicherweise noch erweitert.

Kontakt:

Patrick Lavelle
Institut de Recherche pour le Developpement
Henri Varagnat 32, 93143 Bondy, Frankreich
Tel: +33-1-43037777
Fax: +33-1-48037681
Email: patrick.lavelle@bondy.ird.fr



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