Erfolgreicher Eingriff vor Krebsoperation
Einem holländischen Chirurgenteam ist die erfolgreiche Verpflanzung von Ovarien in den Arm einer Patientin gelungen. Die Frau, die einer Krebsbehandlung unterzogen wird, soll die erste Patientin sein, die danach schwanger werden kann, berichten die Wissenschaftler im US-Fachmagazin Cancer.
Die Technik hat den Vorteil, dass die Ovarien als ganzes mit guter Blutversorgung transplantiert werden. Das erhöhe, so die Medizinerin Carina Hilders von der Universitätsklinik von Leiden, die Erfolgschancen. Die Patientin, die an Zervikalkrebs leidet muss sich einer Chemotherapie und Bestrahlung unterziehen. Dies würde nach herrschender Auffassung höchstwahrscheinlich zur Zerstörung der Ovarien führen. Bisher gab es nur einzelne Versuche von Medizinern bei jenen Patientinnen, die noch fruchtbar sind und bestrahlt werden, die Fortpflanzungsfähigkeit beizubehalten. Dabei sind die meisten dieser Eingriffe in der Art erfolgt, dass Ovarien entnommen wurden, und zu einem späteren Zeitpunkt wieder eingepflanzt wurden.
Das größte Problem für die Mediziner stellte die ausreichende Blutversorgung der Eierstöcke da, um das zyklische Follikularwachstum zu ermöglichen. Mit Hilfe von Ultraschall konnten die Forscher jedoch nachweisen, dass dies gelungen sei.



