Injektionen in Gehirne von Ratten erfolgreich
Stammzellen könnten für die Wiederherstellung von Gewebe eingesetzt werden, das durch einen Schlaganfall beschädigt wurde. Ein Team der Stanford University hat fötale Stammzellen in die Gehirne von geschädigten Ratten injiziert. Es zeigte sich, dass die Zellen in die beeinträchtigen Bereiche wandern und sich in die richtige Art von Gehirnzellen verwandeln konnten. Ob sie einen wirklichen Beitrag zur Wiederherstellung leisten, ist derzeit nicht bekannt. Die Ergebnisse der Studie wurden in den Proceedings of the National Academy of Sciences veröffentlicht.
Helfen die Stammzellen die Funktionen der verlorenen Zellen zu ersetzen, können sie bei der Genesung nach einem Schlaganfall helfen. Der leitende Wissenschaftler Gary Steinberg erklärte, dass man nicht davon ausgehe, Patienten sofort behandeln zu können. Jedoch sei ein großer Schritt nach vorne erreicht worden. Wurden die Stammzellen nahe am herbeigeführten Schlaganfall injiziert, überlebten die Zellen nur bei einer von neun Ratten. Ursache dafür war laut BBC die mangelnde Blutversorgung dieses Bereiches. Wurden die Injektionen einige Millimeter entfernt gesetzt, überlebten die Zellen und wanderten bis zu 1,2 Millimeter in Richtung des geschädigten Bereiches.
Steinberg geht davon aus, dass Signale der beschädigten Zellen als SOS-Signal funktionieren und die transplantierten Zellen so herbeiholen. Andere Signale weisen die neu angekommenen Zellen an, sich in Neuronen zu verwandeln und die Astrozyten zu unterstützen. Bei Ratten ohne Schlaganfall migrierten die Zellen nur rund 0,2 Millimeter.




