Die Verbraucher Initiative zeichnet das MSC-Siegel als Label des Monats aus.
Nach Angaben der FAO sind rund 60% der weltweit 200 ökonomisch wichtigen Fischbestände überfischt oder bis an ihre Grenzen befischt. Besonders betroffen sind Rotbarsch, Seezunge, Scholle oder Kabeljau. Ursache für den Rückgang sind in erster Linie die Fangmethoden der hoch technisierten Fischereiwirtschaft. Doch es gibt auch Alternativen: Fisch mit MSC-Siegel.
Der Marine Stewardship Council (MSC) ist eine unabhängige, weltweite Organisation zur Förderung einer verantwortungsvollen und umweltgerechten Fischerei. Sie vergibt das gleichnamige MSC-Siegel an Fischereibetriebe, die durch verträgliche Fangmethoden dazu beitragen, eine Überfischung und Erschöpfung der Fischbestände zu vermeiden. Die zertifizierten Betriebe müssen nachweisen, dass sie lokale, nationale und internationale Gesetze berücksichtigen und MSC-eigene Bewirtschaftungsstandards einhalten, z.B. die Verwendung von Fanggeräten, die den Beifang vermeiden und den Meeresboden nicht zerstören. Die Kontrolle der Kriterien erfolgt durch unabhängige, vom MSC akkreditierte Zertifizierungsorganisationen.
In Deutschland werden pro Kopf und Jahr rund 14 Kilogramm Fisch verzehrt, das sind insgesamt weit über eine Million Tonnen Fisch. Nur ein Viertel davon stammt aus Zuchtanlagen, drei Viertel dagegen aus der Fischerei. Um die Zukunft der Fischbestände und Fisch als bedeutendes Nahrungsmittel langfristig zu sichern, ist eine verantwortungsvolle und umweltschonende Fischerei dringend erforderlich. „Das MSC-Siegel ermöglicht Verbraucherinnen und Verbrauchern, sich gezielt für Produkte aus umweltfreundlicher Fischerei zu entscheiden und auf diese Weise den Schutz mariner Ökosysteme zu fördern, so Heike Dickhut.
Weitere Informationen – nicht nur zum MSC-Siegel – finden Sie auf www.label-online.de, dem Internet-Portal der Verbraucher Initiative zu Gütesiegeln und nachhaltigem Leben.




