Forscherteams des CNRS (französisches Zentrum für wissenschaftliche Forschung) und des CNES (Französisches Raumfahrtforschungszentrum) haben am 8. Juni 2004 in Banyuls-Sur- Mer (östliche Pyrenäen) die ersten Versuche mit einem neuartigen Wetterballon, dem sogenannten „Aéroclipper“, durchgeführt. Ziel war es, eine gleichzeitige Studie der Meeresoberfläche und der unteren Schichten der Atmosphäre zu erlauben. Der mit Helium gefüllte Ballon zieht einen 25 Meter langen Windsack, welcher die verschiedenen „Wetterstationen“ enthält, hinter sich her. Die Oberseite des Windsacks bleibt im Wasser und ermöglicht es so gleichzeitig den Ballon zu stabilisieren und die verschiedenen Messungen auf der Wasseroberfläche durchzuführen.
Die Messungen werden anschließend per Satellit zu den gewünschten Wetterstationen geschickt, wo sie weiterverarbeitet werden. Ein solcher vom Wind geführter Ballon soll die Möglichkeit geben, Daten von Orten zu sammeln, die für feste Wetterstationen unerreichbar sind. Die auf diese Weise gemessenen Parameter werden die Wetterprognosen verbessern, wie z. B. für Vorhersagen tropischer Stürme, von Zyklonen oder dem “El Nino“ Phänomen. 2005 soll der Wetterballon im Indischen Ozean, für den er entwickelt wurde, getestet werden.




