Gen kontrolliert Entzündung der Koronararterien
Japanische Wissenschaftler haben ein Gen entdeckt, das bei Herzanfällen eine entscheidende Rolle zu spielen scheint. Das Team des Institute of Physical and Chemical Research (RIKEN) hat nachgewiesen, dass eine bestimmte Mutation eines Gens nach einem Herzanfall häufiger auftritt. Es wird angenommen, dass dieses Gen die Entzündung der Arterien kontrolliert, die das Herz mit Blut versorgen. Eine Blockade in diesem Bereich kann einen Herzanfall auslösen. Die Ergebnisse der Studie wurden in Nature veröffentlicht.
Die entscheidende Mutation wird laut BBC durch eine winzige Veränderung der chemischen Bestandteile der DNA verursacht. Die Forscher analysierten DNA-Proben von mehr als 2.600 Herzanfall-Patienten. Diese Proben wurden mit jenen von 2.500 Freiwilligen verglichen. Die Proben der Patienten wiesen deutlich häufiger eine spezifische Mutation eines Gens auf, das das Protein Galectin-2 produziert. Dieses Protein bindet sich an das Molekül Lymphtoxin-alpha (LTA), das freigesetzt wird, wenn eine Koronararterie beschädigt wird. Die genetische Mutation scheint Galectin-2 zu verändern und in der Folge die Menge von LTA zu verändern, die abgesondert wird. Damit wird eine Entzündung verstärkt und das Risiko eines Herzanfalls erhöht.




