Weibliche Führungskräfte achten mehr auf Optik
Untersuchung: Chefinnen haben adrettere Filialen
Eine Untersuchung der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (FHTW) hat ergeben, dass Bankfilialen, die von Frauen geleitet werden, wesentlich sauberer sind als jene, in denen ein männlicher Kollege die Führung übernommen hat. Die Untersuchung wurde übrigens von einer Bank selbst in Auftrag gegeben.
Die Projektgruppe hatte in einem Zeitraum von zwei Wochen exakt 59 Filialen einer Berliner Bank einem Check unterzogen. Bewertet wurde die Sauberkeit der Bankfiliale von außen, im SB-Bereich und im Innenbereich. Dabei galt die Aufmerksamkeit Wänden, Türen und Fußböden genauso wie Gardinen, Jalousien und Fensterscheiben. Insgesamt wurden 45 Merkmale der jeweiligen Filiale mit einem dreiteiligen Notensystem, von “sehr gut” über “befriedigend” bis hin zu “mangelhaft”, klassifiziert. Sauberkeit wird im Rahmen der Marketingforschung oft als so genannter “Hygienefaktor” eingestuft. Dieser Faktor wird bei Nichtvorhandensein von den Kunden negativ bewertet, seine Existenz findet hingegen meist keine Wahrnehmung.
Das Projekt lief unter dem Titel “Neukonzeption und Durchführung eines Filial-Checks bei einer Bank”. Solche Projektarbeiten sind fester Bestandteil des Studiums an der Fachhochschule. Der Studiengang BWL/Banken wird an der FHTW Berlin in dualer Form angeboten: Alle Studierenden haben eine Banklehre absolviert und sind bei einem Kreditinstitut teilzeitbeschäftigt. Das Studium verknüpft betriebswirtschaftliche Theorie mit bankbezogenen, berufspraktischen Fragestellungen.




