Wirtschaft Finanzen

Deutsche Telekom wieder in Gewinnzone

Trotz Maut-Debakel 2003 mit 1,3 Mrd. Euro im Plus

Die Deutsche Telekom hat das Geschäftsjahr 2003 trotz der Pannen beim Lkw-Maut-Projekt Toll Collect mit einem Konzernüberschuss von 1,253 Mrd. Euro abgeschlossen. Noch im Jahr davor fuhr der Telekomriese ein Rekordminus von 24,6 Mrd. Euro ein. Der EBITDA-Gewinn wuchs um 14,6 Prozent auf 18,5 Mrd. Euro. Der Konzernumsatz 2003 stieg ebenfalls um vier Prozent auf 55,8 Mrd. Euro. Das kräftige Wachstum bei Umsatz und Gewinn wurde vor allem von der Mobilfunksparte T-Mobile und ihren internationalen Töchtern getragen.

Die Pannen bei der Lkw-Maut zeigten im vierten Quartal 2003 ihre Auswirkungen. Im Q4 wurde ein Minus von 364 Mio. Euro bei einem Umsatz von 14,5 Mrd. Euro verbucht. Grund für das Q4-Ergebnis sei hauptsächlich die Belastung durch Toll Collect in der Höhe von 442 Mio. Euro. Dennoch konnten die Nettofinanzverbindlichkeiten im Q4 um weitere 2,6 Mrd. Euro gesenkt werden. Zum Jahresende 2003 betrugen die Nettoschulden der Deutschen Telekom damit 46,6 Mrd. Euro. Ende 2002 hatte der Schuldenberg noch eine Höhe von 61,1 Mrd. Euro. Im laufenden Geschäftsjahr 2004 peilt der Konzern ein EBITDA von mindestens 19,2 Mrd. Euro sowie eine weitere Reduzierung der Schulden an.

Die Mobilfunk-Tochter T-Mobile steigerte 2003 das EBITDA um 39,3 Prozent auf 7,02 Mrd. Euro bei einem Jahresumsatz von 22,8 Mrd. Euro (plus 15,4 Prozent). T-Systems verbuchte einen EBITDA-Gewinn von 1,4 Mrd. Euro (plus 87,5 Prozent) bei einem Gesamtumsatz von 10,6 Mrd. Euro. T-Online erreichte ein EBITDA von 335 Mio. Euro bei einem Umsatz von 1,85 Mrd.



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