Mit mikroskopisch scharfen Fotos vom Marsboden hat die Sonde «Spirit» bei der NASA erneut Begeisterungsstürme ausgelöst. Die Bilder zeigen nach Experten-Angaben vom Samstag einen 3,5 mal 3,5 Zentimeter großen quadratischen Ausschnitt und sind so scharf, dass der Planetenboden «auf ein Sandkorn genau» gesehen werden kann. «Das schlägt alles bisher Dagewesene», sagte Rob Sullivan in NASA-Bodenzentrale in Pasadena (Kalifornien).
Unterdessen kommt «Spirits» Verstärkung immer näher: Durch mehrere Extrazündungen brachten NASA-Wissenschaftler Zwilling «Opportunity» auf seine Mars-Landeanflugbahn. Die Sonde soll am 25. Januar (MEZ) auf dem Roten Planeten aufsetzen und «Spirit» bei der Suche nach Spuren von Leben unterstützen.
«Spirits» mikroskopische Kamera sitzt am Ende eines Roboterarms, der ungefähr so lang ist wie ein menschlicher Arm. Fünf Gelenke sorgen für große Beweglichkeit. Der kleine Rover soll noch bis Anfang der Woche an seinem Standort nahe der Landeplattform im Gusev-Krater weiter eifrig fotografieren und Bodenproben entnehmen. Erstmals soll dabei auch das an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz entwickelte Mößbauer-Spektrometer zur Untersuchung der Mineralien eingesetzt werden, die für die Farbe des Mars verantwortlich sind.
Für Anfang der Woche ist dann der Beginn von «Spirits» erster Erkundungstour geplant. Der Rover soll eine kleine Vertiefung im Gusev-Krater ansteuern und dort Gestein untersuchen.




