Physik Astronomie

US-Sonde sammelt erstmals «Sternenstaub» eines Kometen

Erstmals in der Geschichte der Raumfahrt soll eine Sonde den «Sternenstaub» eines Kometen einsammeln und zur Erde zurückbringen. An diesem Freitag wird die NASA-Sonde «Stardust» nach fünfjähriger Reise endlich den Kometen Wild-2 erreichen. In nur 300 Kilometer Entfernung soll die Sonde an dem Kometen – einem schmutzigen Ball aus Eis und Gestein – vorbeifliegen.

Mit seinem wie ein Tennisschläger geformten Staubfänger wird die Sonde winzige Partikel im Umfeld des Kometen einfangen. Der Kollektor ist mit einem schwammähnlichem Material beschichtet, in dem sich der Staub der Kometenwolke verfängt. Die Wissenschaftler hoffen, dass etwa 20 Gramm Kleinstpartikel im Vorbeiflug an dem Kollektor kleben bleiben. Der «Sternenstaub» wird dann in eine Kapsel transferiert und soll mit der Sonde zur Erde zurückkehren.

Mit an Bord ist auch ein Staubanalysator (CIDA) des Raumfahrtunternehmens von Hoerner & Sulger GmbH in Schwetzingen. Es kann den Kometenstaub auch im Vorbeiflug untersuchen.

Bis der erste unberührte Kometenstaub auf der Erde eintrifft, müssen sich die Wissenschaftler allerdings noch ein wenig gedulden. Erst im Januar 2006 soll die Sonde wieder die Erde erreichen. Die Proben werden dann in einer Fallschirm-Kapsel über einem Militärgelände im US-Staat Utah abgeworfen.

Die winzigen Partikel aus dem fernen All sollen den Wissenschaftlern bei der Frage nach den Ursprüngen unseres Sonnensystems helfen. Wild-2 ist ein eher kleiner Komet, der etwa 5,4 Kilometer breit ist, und wurde erst 1978 entdeckt.



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