Als Ersatz für fossile Energieträger ist Wasserstoff eine umweltfreundliche Alternative, verbrennt doch das Gas ohne Schadstoffe. Auch das Paul Scherrer Institut (PSI) forscht für eine künftige Wasserstoff-Gesellschaft – auf zwei verschiedenen Wegen.
Bei der einen Variante wird aus einheimischem Holz ein brennbares Gas erzeugt. Unter Einsatz eines Katalysators lässt sich das Holzgas in Methan umwandeln und so ins herkömmliche Erdgasnetz einspeisen. In Zukunft, wenn die Infrastruktur für eine Wasserstoffversorgung aufgebaut ist, kann aus dem Holzgas auch direkt reiner Wasserstoff gewonnen werden.
Die zweite Variante der Wasserstoffherstellung setzt auf Sonnenenergie. Im Solarofen am PSI werden Spitzentemperaturen von über 2000 Grad erzeugt. Die Hitze treibt in einem Reaktor chemische Prozesse an. Auf diese Weise gewinnt man z.B. aus dem Pulver Zinkoxid das Metall Zink, das gelagert und transportiert werden kann. Dieser solare Brennstoff lässt sich zur Produktion von Wasserstoff (in Reaktion mit Wasser) und in Zink-Luft-Batterien nutzen. Dabei entsteht wieder Zinkoxid, womit der Zink-Stoffkreislauf geschlossen wird.
Kontakte für Projekt Holzvergasung:
Dr. Samuel Stucki, Leiter Labor Energie und Stoffkreisläufe, Tel. 0041-56310-4154, Email: samuel.stucki@psi.ch
Dr. Serge Biollaz, Leiter Gruppe Thermische Verfahrenstechnik, Tel. 0041-56310-2923, Email: serge.biollaz@psi.ch
Kontakte für Solarchemie:
Prof. Dr. Aldo Steinfeld, Leiter Gruppe Solare Verfahrenstechnik, Tel. 0041-56310-3124, Email: aldo.steinfeld@psi.ch
Dr. Marcel Sturzenegger, Leiter Gruppe Solare Chemie und Physik, Tel. 0041-56310-4079, Email: marcel.sturzenegger@psi.ch


