Informationstechnologie

Kühlschrank-Management per Computer

Hände weg von meinem Himbeerjoghurt!” – möglicherweise werden Sie in Kürze mit diesen Worten begrüßt, wenn Sie sich Ihrem Kühlschrank nähern.

Dahinter steckt ein neuartiger Internet-Kühlschrank, der zum zentralen Kommunikationsmittel innerhalb der Familie werden soll. Er verfügt über die Möglichkeit zur Aufnahme von Videobotschaften, über einen elektronischen Kalender und ein Memobord sowie einen Fernseh- und Radioempfang. Der Download von Rezepten ist ebenso möglich wie das Abspielen von mp3-files. Neben diesen Unterhaltungs- und Kommunikationsmöglichkeiten ist insbesondere das Kühlschrank-Management für den Verbraucher interessant: Die Lebensmittel werden erfasst, so dass der Kühlschrankbestand stets übers Internet überprüft werden kann. Außerdem meldet der Kühlschrank, bei welchem Lebensmittel die Haltbarkeit abgelaufen ist.

Er schlägt vor, welches Rezept aus der umfangreichen Rezeptsammlung mit den im Kühlschrank vorhandenen Lebensmitteln zubereitet werden kann bzw. teilt mit, welche Zutaten noch besorgt werden müssen. Zur Zeit können die Lebensmittel nur manuell über eine virtuelle Tastatur eingegeben werden. In Zukunft soll aber ein Erfassen der Lebensmittel per Scanner möglich sein. Hierzu wäre wünschenswert, dass in den EAN-Codes auf den Lebensmittel-Verpackungen auch das Mindesthaltbarkeitsdatum integriert würde.

Der Internetkühlschrank stellt das zentrale Steuerungselement eines vernetzen Haushaltes dar, der seit diesem Sommer in Deutschland möglich ist. Inwieweit das hochpreisige Gerät hierzulande Akzeptanz findet, werden die kommenden Jahre zeigen. Weon-Dae Kim, Geschäftsführer LG Electronics Deutschland, ist überzeugt, dass mittelfristig der Internet-Kühlschrank die Küche zum zentralen Ort für die Familie machen wird und dass wir aufgrund der vielen Vorteile, die der Kühlschrank bietet, einer neuen Küchen-Kultur entgegensehen. Wir dürfen gespannt sein!



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