Im digitalen Zeitalter werden inzwischen riesige Datensätze verfügbar, von den biologischen Hochdurchsatzdaten bis zu den durch die modernen Kommunikationstechniken oder sozialen Medien – manchmal nicht nur den Geheimdiensten – zugänglichen Daten. Auch die technologische Kapazität zur Verarbeitung dieser Daten ist inzwischen vielen Wissenschaftlern verfügbar.
Aber wie können diese Datensätze und Mechanismen genutzt werden, um wissenschaftliche Erkenntnisse zu gewinnen oder neuartige Prognosesysteme zu schaffen? Und vor allem, wie werden sie grundlegende wissenschaftliche Paradigmen verändern? Steht uns der Übergang von der traditionellen theoriegeleiteten und durch ihre jeweilige fachspezifische Methodik definierten Forschung zur primär datengetriebenen Analyse bevor, die keine prinzipiellen Unterschiede zwischen den einzelnen wissenschaftlichen Disziplinen mehr sieht? Und umgekehrt, welche neuartigen Möglichkeiten werden durch „Big Data“ und deren formale Analyse eröffnet und was sind die Herausforderungen für die zukünftige Wissenschaft?
Dieser vermeintlichen Spannung werden ausgewiesene Wissenschaftler mit unterschiedlichen Standpunkten auf anspruchsvolle und doch allgemeinverständliche Weise im Rahmen der Podiumsdiskussion nachgehen.
Es diskutieren:
• Prof. Dr. Dirk Helbing vom Lehrstuhl für Soziologie an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich
• Prof. Dr. Volker Lindenstruth, Direktor des Frankfurt Institute for Advanced Studies in Frankfurt am Main
• Prof. Dr. Pirmin Stekeler-Weithofer, Präsident der Sächsischen Akademie der Wissenschaften und Professor am Institut für Philosophie der Universität Leipzig
Die Diskussionsrunde wird moderiert von Christoph Drösser, Wissenschaftsredakteur bei „DIE ZEIT“.
Weitere Informationen:
http://www.mis.mpg.de/bigdata
Informationen zur Veranstaltung
http://www.zv.uni-leipzig.de/service/veranstaltungen/dies-academicus/dies-academicus-2013.html
Informationen zum Dies academicus
