Mikrostrukturierte, vergrößernde Sehhilfe mit gleichzeitiger Bildumlenkung
Allein in Deutschland leben etwa 4,5 Mio. Menschen mit alters-abhängiger Makuladegeneration (AMD), die aufgrund der steigenden Lebenserwartung immer häufiger auftritt. Die Krankheit führt zu einem kompletten Funktionsverlust der zentralen Netzhaut, d. h. an der Stelle des schärfsten Sehens. Eine Therapie gibt es bisher nicht. Die Erfinder aus dem Fachgebiet Technische Optik der TU Ilmenau haben eine sehr dünne selbstklebende mikrostrukturierte optische Folie entwickelt, die an normalen Brillengläsern angebracht werden kann. Die individuell an den Patienten anpassbare AMD-Folie lenkt die Bildinformation aus dem zentralen Sichtbereich in die beim Patienten noch intakten Wahr-
nehmungsbereiche um und vergrößert diese. Dadurch wird es AMD-Patienten z. B. wieder ermöglicht sich in unbekannten Umgebungen allein zu orientieren, im Internet zu surfen oder Zeitung zu lesen.
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Sabine Milde
