Die gängigen Analysen springen jedoch nur auf Schimmelpilzgifte an, wie sie in unverarbeiteten Lebensmitteln vorkommen. Fällt ein Test negativ aus, heißt das nicht, dass keine Schimmelpilzgifte vorhanden sind – wieso das so ist, berichten die „Nachrichten aus der Chemie“.
Ist eine Pflanze von Schimmelpilzen befallen, kann sie die chemische Struktur des Schimmelpilzgifts verändern. Veränderungen entstehen ebenso bei Verarbeitungsprozessen in der Lebensmittelindustrie, etwa beim Mälzen oder Rösten.
Gängige Analysen nehmen diese maskierten Schimmelpilzgifte nicht wahr. Forscher entwickeln deshalb neue Tests – ein langer Prozess, denn Referenzsubstanzen für die Messungen sind bisher nicht zu kaufen. Also müssen die Forscher sie selber herstellen.
In ihrem Artikel „Mykotoxinkonjugate demaskieren“ beschreiben Ronald Maul, Antje Brodehl und Matthias Koch, wie sie die Bestimmung von maskierten Schimmelpilzgiften weiterentwickeln. Die PDF-Datei des Beitrags gibt es bei der Redaktion der „Nachrichten aus der Chemie“ unter nachrichten@gdch.de.
Nahezu 80 000 anspruchsvolle Chemiker und Chemikerinnen aus Wissenschaft, Wirtschaft und Lehre informieren sich mit den „Nachrichten” über Entwicklungen in der Chemie, in angrenzenden Wissenschaften sowie über gesellschaftliche und wirtschaftliche Aspekte. Kennzeichen der Zeitschrift der Gesellschaft Deutscher Chemiker sind das breite Spektrum der Berichte, das einmalige Informationsangebot an Personalien, Veranstaltungs- und Fortbildungsterminen sowie der große Stellenmarkt.
Weitere Informationen:
http://www.nachrichtenausderchemie.de „Nachrichten aus der Chemie”




