Agrar- Forstwissenschaften

Verletzungen an Laubbäumen untersucht

Folie fördert Heilung am besten

Bäume sind in ihrer Vitalität sowie ihrer Bruch- und Standsicherheit durch Verletzungen gefährdet. Auch der Wert des Holzes mindert sich. Wunden entstehen zum Beispiel durch Anfahrschäden, Wildverbiss oder Vandalismus.

In einer Studie des Instituts für Baumpflege, der Universität Hamburg und der Bundesforschungsanstalt für Forst- und Holzwirtschaft Hamburg wurden verschiedene Behandlungsmöglichkeiten auf ihre Wirksamkeit untersucht. Wichtig für die Heilung der Wunden ist die flächenhafte Bildung von Kallusgewebe, denn unter einem Flächenkallus ist das Holz nicht abgestorben, sondern steht dem Baum weiter zur Leitung, Speicherung und Festigkeit zur Verfügung. Ohne Wundbehandlung wird nur selten ein Kallusgewebe gebildet.

Die Entstehung dieses Gewebes wird vor allem unter schwarzer, lichtundurchlässiger Polyethylen-Kunststofffolie gefördert. Handelsübliche Wundverschlussmittel zeigten deutlich schlechtere Resultate. Untersucht wurden sechs Laubbaumarten (Ahorn, Eichen, Erlen, Kirschen, Weiden und Ulmen). In allen Fällen bildete sich unter Folie die größte Fläche von Kallusgewebe, wobei die Behandlung bei Eichen am wirksamsten war und bei Ahorn am schlechtesten anschlug. Auch an anderen Laubbäumen konnte die positive Wirkung der lichtundurchlässigen Folie belegt werden. Die Folie sollte etwa ein Jahr am Baum bleiben. Danach ist eine weitere Behandlung nicht erforderlich.



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