Wirtschaft Finanzen

Deutsche Börse erhöht Sicherheit und Effizienz im Handel mit deutschen Staatsanleihen auf Xetra

Der Handel von mehr als 60 deutschen Staatsanleihen auf Xetra wird ab 2. Mai über den zentralen Kontrahenten (Central Counterparty, CCP) von Eurex Clearing abgewickelt. Damit verringert sich für alle Handelsteilnehmer das Gegenparteirisiko und die Geschäftsabläufe werden noch effizienter. Als Anreiz für alle Teilnehmer verzichtet die Eurex Clearing bis zum Ende des Jahres für diese Anleihen auf die Clearingentgelte.

„Die Aufnahme von deutschen Staatsanleihen in den CCP ist ein wichtiger Schritt, den börslichen Handel durch den Xetra Frankfurt Spezialist noch attraktiver und sicherer zu gestalten“, sagte Rainer Riess, Managing Director Xetra Market Development bei der Deutschen Börse. „Sicherheit und Schutz der Anleger in Bundesanleihen wird nun auch auf der Seite der Verrechnung durch eine lückenlose, effiziente und besicherte Prozesskette noch besser Rechnung getragen.“

Der CCP tritt als Gegenpartei beim Zustandekommen eines Geschäfts zwischen Käufer und Verkäufer ein. Die Teilnehmer selbst bleiben anonym, hinterlegen aber für ihre offenen Positionen angemessene Sicherheiten. Zudem erhöht sich die Verarbeitungseffizienz durch multilaterales Aufrechnen von Forderungen und Guthaben (Netting) und standardisierte Prozesse für die Dienstleistungen, die dem Handel nachgelagert sind.

Die Deutsche Börse hatte Eurex Clearing als zentralen Kontrahenten ab 2003 schrittweise für das elektronische System Xetra eingeführt und die im zentralen Clearing unterstützten Instrumentengruppen fortlaufend erweitert. Nach der Überführung des Parketthandels auf Xetra im vergangenen Jahr werden jetzt schrittweise weitere Segmente einbezogen. Über Xetra sind derzeit etwa

900.000 Wertpapiere handelbar, darunter ca. 23.000 Anleihen. Für höchste Liquidität sorgt dabei das Xetra-Netzwerk mit rund 240 Teilnehmern in 18 Ländern.

Ansprechpartner für die Medien:
Andreas von Brevern Tel.: +49-(0) 69-2 11-1 15 00



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