Frühwarnsystem des IMK mit Werten bis Juni – Rezessionsgefahr noch einmal gesunken
Die aktuelle Vorhersage beruht auf dem Datenstand Anfang April. Für den laufenden Monat weist der Indikator eine Rezessionswahrscheinlichkeit von 5,6 Prozent aus. Für Mai liegt das Risiko bei 4,7 Prozent, und für den Juni gibt das Instrument eine Wahrscheinlichkeit von nur 0,7 Prozent an. Damit sind alle drei Werte nach dem Ampel-Prinzip des Indikators eindeutig der grünen Klasse (geringe Rezessionswahrscheinlichkeit unter 30 Prozent) zuzuordnen.
In der geringen Rezessionswahrscheinlichkeit für alle drei Prognosemonate spiegelt sich die derzeit positive Entwicklung der Stimmungsindikatoren wider. Dazu zählen das Geschäftsklima nach dem ifo-Index, das sich bislang nicht eintrübt, sowie der rückläufige Spread zwischen Unternehmens- und Bundesanleihen (corporate spread).
Der IMK-Konjunkturindikator gewichtet diese Stimmungsindikatoren in der aktuellen wirtschaftlichen Situation stärker als die derzeit relativ schwachen Auftragseingänge und die leicht rückläufige Produktion. Daher wirken sich diese tedenziell negativen Größen nicht merklich auf den Indikatorwert aus. Sie zeigen allerdings nach Einschätzung des IMK, dass das aktuell sehr niedrige Rezessionsrisiko keinesfalls als Anzeichen für den Eintritt der deutschen Wirtschaft in eine nachhaltige Aufschwungphase zu verstehen ist. Vielmehr könne der Eintritt in eine Stagnationsphase nicht ausgeschlossen werden.
Der IMK Konjunkturindikator wird monatlich aktualisiert.
Zum Konjunktur-Indikator: http://www.boeckler.de/imk
Mehr zur Funktionsweise des Indikators:
http://www.boeckler.de/pdf/p_imk_konjunkturindikator_2012_01.pdf
Ansprechpartner in der Hans-Böckler-Stiftung
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