Hongkonger Forscher: Probe ähnelt sehr stark dem Coronavirus
Forscher der University of Hong Kong und dem Shenzhen Center for Disease Control haben eigenen Angaben zufolge das SARS-Virus bei einer in Südchina lebenden Zibetkatze (Paguma larvata) entdeckt. In einem Statement Hongkonger Behörden heißt es laut People´s Daily, “dass die Entdeckung für die Kontrolle der Lungenkrankheit extrem wichtige Auswirkungen hat”. Man spricht von einem bedeutenden Durchbruch.
Um eine weitere Übertragung des Virus dieser katzenähnlichen Tiere auf Menschen zu vermeiden, sei es unbedingt notwendig, die für die Verzehr gedachten Tiere künftig in Farmen zu züchten. Weiters müssten sie gegen SARS geimpft werden, heißt es in der Erklärung. Da die Zibetkatze in Südchina auch als Delikatesse in Restaurants angeboten wird, schlagen die Forscher Hygiene-Richtlinien in der Züchtung und Schlachtung der Tiere vor. In der südchinesischen Provinz Guangdong ist SARS auch erstmals im November 2002 aufgetaucht. Die Forscher um den Mikrobiologen Kwok-Yung Yuen von der University of Hong Kong schließen auch nicht aus, dass das SARS-Virus von anderen noch kleineren Tieren stammt, die zuvor die Zibetkatze infizierten.
Die Zibetkatze ist bei Hongkong-Chinesen nach der Schlange das beliebteste verspeiste “exotische” Tier, wie aus einer Umfrage der Tierrechtsgruppe Traffic East Asia aus dem Jahr 1996 hervorgeht. Zibetkatze gehören ebenso wie Mangusten, Mungo und Ichneumon zur Familie der Schleichkatzen. Charakteristisch ist ein katzenförmiger Körper, ein langer Schwanz sowie ein Wiesel-ähnliches Gesicht.




