Boeing-Technologie für die Lebensmittelindustrie
Mikrowellen dehydrieren Essbares – Patent an Uni verschenkt
Eine vom Boeing-Konzern entwickelte Mikrowellen-Technologie könnte sich für die Lebensmittelindustrie als sehr nützlich erweisen. Das MIVAC (Microwave Vacuum Dehydration Technology) genannte Verfahren entzieht den Angaben zu Folge Obst und Gemüse das darin enthaltene Wasser. Da aber Lebensmittel-Konservierungen nicht zum Boeing-Geschäftsfeld gehören, wurde das MIVAC-Patent nun an eine Universität verschenkt.
Die Washington State University soll MIVAC nun im Detail erforschen und weiterentwickeln und ein wirtschaftlich nutzbares Produkt erarbeiten. Unter Vakuum werden die Früchte mit Hilfe von Mikrowellen gleichmäßig erhitzt, bis das Wasser komplett entwichen ist. Durch den gleichmäßigen Wasserentzug bei relativ geringen Temperaturen sollen dabei weder Form, Farbe, Geschmack noch Nährwerte beeinträchtigt werden, während die Haltbarkeit stark verlängert wird. Das geringere Gewicht erlaubt zudem Einsparungen bei Verpackung und Transport.
Ursprünglich war MIVAC in den 70er-Jahren des vorigen Jahrhunderts von McDonnell Douglas, nunmehr Teil des Boeing-Konzerns, entwickelt worden. Raumlandekapseln wurden bei Wasserungen damit getrocknet und Composit-Materialien für Kampfflugzeuge damit gehärtet. Neben dem Einsatz in der Lebensmittelindustrie könnte die Technologie auch für die Trocknung medizinischen Abfalls, die Entziehung giftiger Lösungen aus Müll, die Tötung von in Getreidemengen befindlichen Insekten oder im pharmazeutischen Bereich nützlich sein.




