Bei ihrem Vormarsch in Anwendungsbereiche jenseits der Industriehallen müssen sich Roboter auf deutlich gestiegene Kundenerwartungen einstellen. Statt Fernsteuerung verlangen die Kunden autonome intelligente Systeme. Robustheit, Modularität und flexible Erweiterung gehören neben der Forderung nach sinkenden Preisen zu den am meisten genannten Erfolgsfaktoren.
So tritt bei den im Spielwarenhandel für Lernzwecke erhältlichen Roboterbaukästen bislang ein deutlicher Bruch beim Übergang von einfachen Übungsaufgaben zu anspruchsvolleren Eigenentwicklungen auf. Mit KURT2 wurde im Fraunhofer-Institut AIS eine Roboterplattform entwickelt, die eine Evolution zwischen spielerischer Nutzung und Entwicklung eigener professioneller Anwendungen ermöglicht. Konkret wird dies am Beispiel eines Reinigungsroboters demonstriert.
Um zusätzlich die allgemeine Akzeptanz von Robotersystemen zu erhöhen und den Zugang zu diesen Systemen wirtschaftlich für jedermann erschwinglich zu machen, wurde die mobile Roboterplattform VolksBot entwickelt. Das System bündelt das mechatronische und softwaretechnische Know-How des Fraunhofer RoboCup-Teams. Zu der Zielgruppe zählen nicht nur Anwender aus Industrie, Forschung und Lehre sondern auch Privatpersonen ohne besondere Programmierkenntnisse. Der VolksBot ermöglicht Raumüberwachung mit Videoübertragung in Echtzeit, die Raumerfassung mit Laserscannern oder einer zweiten Kamera sowie eine mobile halb- oder vollautomatisierte Messwerterfassung.
Abgerundet wird das Programm durch täglich stattfindende RoboCup-Wettkämpfe, d.h. Fußball spielende Roboter von Fraunhofer AIS und COPS Stuttgart.
