Prävention ist billiger und erfolgreicher
“In fast allen Industriestaaten ist ein Big Bang von Diabetesausbrüchen zu erwarten” prognostizierte Prof. Dr. Markolf Hanefeld vom Zentrum für Klinische Studien der Technischen Universität Dresden in einem Vortrag auf dem 40. Wissenschaftlichen Kongress der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) in Potsdam. Bis 2015 werde es in Deutschland acht bis zehn Millionen Typ-2-Diabetiker/-innen geben. Bereits vor der Diabetes-Diagnose weisen viele Patienten Symptome des Metabolischen Syndroms auf wie Bluthochdruck und Übergewicht. Beide Parameter bergen ein hohes Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Die Behandlung eines Diabetikers kostet 905 bis 1991 Euro pro Jahr, wobei eine Lebensstilverbesserung auch mit fachlicher Begleitung im Vergleich zu medikamentöser Behandlung günstiger abschneidet. Zahlreiche internationale Studien zeigen, dass eine Verhaltensänderung nicht nur Kosten spart, sondern auch Erfolg versprechender ist.
Dazu gehören:
- eine Gewichtsreduktion von mindestens drei Prozent
- 30 Minuten körperliche Aktivität pro Tag
- höchstens 33 Energieprozent Fett mit nur 10 Prozent gesättigten Fetten
- eine Ballaststoffaufnahme über zehn Gramm pro 1000 Kilokalorien sowie
- die strikte Kontrolle anderer Risikofaktoren wie Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörungen.



