Medizin Gesundheit

Thrombose-Risiko: Australier testen neue Technologie

Agenix Ltd baut mit “ThromboView” tödlichen Blutgerinnseln vor

Im Royal Brisbane Hospital sind die ersten Versuche mit einem neuen Diagnose-Tool zur Thrombosen-Detektion gestartet. Die dabei zur Anwendung kommende Technologie wurde vom australischen Biotech-Unternehmen Agenix Limeted entwickelt. Der Test soll Blutgerinnsel, die zu einer tiefen Venenthrombosen (“Economy Class Syndrome) führen können, frühzeitig und genauer als bisher erkennen. Die Methode ist nicht invasiv, benötigt aber das scharfe Auge des Anwenders.

Die neue Bildtechnologie zur Diagnose “ThromboView” verwendet einen Blutgerinnsel-bindenden monoklonalen Antikörper, der mit einem Radiomarker versehen ist. Zum Nachweis eines Blutgerinnsels werden dem Patienten wenige Milliliter “ThromboView” injiziert. Der Antikörper fließt durch den Körper und bindet sich an jedes existierende Blutgerinnsel. Bestehende Gerinnsel werden von einer Kamera aufgenommen.

In der Phase-I-Studie werden 32 gesunde Probanden im Alter zwischen 18 und 70 Jahren teilnehmen. Am Beginn soll die Sicherheit der Bildtechnologie erhoben werden. “Weitere Patientenversuche zur Bestätigung der Wirksamkeit sollen folgen”, so Studienleiter David Macfarlane (Bild). Das Unternehmen rechnet mit einem weltweiten Einsatzpotenzial. Allein in den USA sterben jährlich rund 100.000 Menschen an den Folgen von Blutgerinnseln. Damit wird die Zahl von Todesfällen durch Brustkrebs übertroffen, erklärt Don Home, Geschäftsführer von Agenix Limeted. In Europa seien die Zahlen ähnlich.

Bei einer akuten tiefen Venenthrombose besteht immer die Gefahr einer Lungenembolie. Dies ist dann der Fall, wenn sich das frische Blutgerinnsel ablöst und es über das Herz in die große Lungenarterie gelangt. Hier wird es weitergetragen, bis es schließlich in den feinen Gefäßverästelungen der Lungenarterien stecken bleibt und sie verschließt. Viele Thrombosen werden leider erst nach einer Lungenembolie entdeckt.



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