Im Einzelnen stellt sich die Entwicklung des Personenverkehrs 2010 wie folgt dar:
Der Nahverkehr mit Bussen und Bahnen entwickelte sich gegenüber dem Jahr 2009 leicht positiv. Von den Fahrgästen wurden voraussichtlich rund 10,6 Milliarden Fahrten im Linienverkehr unternommen, das waren 0,3% mehr als im Jahr 2009. Dabei wuchs insbesondere der Nahverkehrmit Eisenbahnen (einschließlich S-Bahnen); hier stiegen die Fahrgastzahlen 2010 um 1,1% an. Die Straßenbahnen (einschließlich Stadtbahnen, U-Bahnen und Schwebebahnen) legten 2010 mit + 0,4% leicht zu. Dagegen musste der Busverkehr geringe Verluste an Fahrgästen hinnehmen (– 0,1%). Im Nahverkehr fuhren die Fahrgäste durchschnittlich 9,3 Kilometer weit. Die Beförderungsleistung – als Produkt aus den beförderten Personen und der Fahrtweite – lag damit bei 98,7 Milliarden Personenkilometern; das war ein Anstieg von 0,2% gegenüber 2009.
Im Fernverkehr wurden 2010 auf der Schiene mehr, mit Omnibussen weniger Fahrgäste befördert als 2009. Fernreisende benutzten 125 Millionen Mal die Eisenbahn, das waren 1,5% mehr Fahrten als im Jahr 2009. Die Beförderungsleistung im Eisenbahnfernverkehr stieg um 3,5% auf 36,0 Milliarden Personenkilometer. Im Linienfernverkehr mit Omnibussen sanken sowohl die Fahrgastzahlen (zwei Millionen Reisende) als auch die Beförderungsleistungen um jeweils rund 5%.
Der Personenverkehr in der Luftfahrt konnte im Jahr 2010 die in der Finanz- und Wirtschaftskrise erlittenen Verluste mehr als ausgleichen: die Zahl der Passagiere auf deutschen Flughäfen erreichte mit 167 Millionen Fluggästen einen neuen Jahreshöchstwert. Sie stieg gegenüber 2009 um 4,8% – trotz Vulkanasche im April und winterbedingten Einschränkungen im Dezember 2010.
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