Forschungsprojekt an der Universität für Bodenkultur Wien ermittelt optimale Bedingungen für die Schweinehaltung.
Die tierfreundliche Haltung von Nutztieren ist ein wichtiges Qualitätskriterium tierischer Lebensmittel, welches im Bewusstsein der Verbraucher zunehmend an Bedeutung gewinnt.
In der Zuchtsauen- und Mastschweinehaltung kommt der Stolba-Familienstall den arttypischen Verhaltensweisen der Schweine am weitesten entgegen. „Die Besonderheit ist die Kombination von Ferkelproduktion und Schweinemast in einem System“, erklärt der Projektleiter Thomas Amon und fügt hinzu: „Die Schweine leben hier gemeinsam in einem Familienverband.“
Neben der Tiergerechtheit eines Haltungssystemes spielen aber auch Management und Produktionsdaten eine entscheidende Rolle. Erste Erfahrungen mit dem Stolba-Familienstall zeigen, dass dieser ein praktikables Haltungsystem zur Ferkelproduktion und Mast ist.
Da es sich um ein relativ neues Haltungssystem handelt, müssen noch detailliertere Kennzahlen zur Optimierung von Stallbau, Management und Wirtschaftlichkeit ermittelt werden. Das Projekt wird mit Hilfe von praxisnahen Untersuchen an einem Stolba-Familienstall diese Fragen klären. Konkrete Stallbau- und Managementempfehlungen für die Praxis sollen abgeleitet werden. Die Verbreitung der Ergebnisse sowie der Wissenstransfer in die Praxis sind ebenfalls Ziel des Projektes, welches zwei Jahre in Anspruch nehmen wird.
Das Projekt widmet sich folgenden Schwerpunkten: Produktionsdaten im Stolba-Familienstall, dem Einstreumanagement und der gezielten Steuerung des Ausscheidungsverhaltens. Weitere Punkte betreffen die Gestaltung des Auslaufes; Arbeitszeitbedarf und –organisation; Erhebung der Verbraucherwünsche und Preisakzeptanz sowie die Berechnung der Wirtschaftlichkeit.




