Britische Methode prognostiziert Reaktion auf Behandlung
Ob ein Tumor auf eine Behandlung reagiert, wollen in Zukunft britische Forscher vorhersagen können. Wissenschaftler des Institutes of Cancer Research und der University of Surrey haben mit Schwerpunkt Mastdarmkrebs eine Methode entwickelt, die vorhersagen kann, ob der Tumor auf eine Chemo- bzw. eine Strahlentherapie reagiert. Diese Vorhersage könne noch vor einer Behandlung getroffen werden.
Der Schlüssel zur Methode ist die Untersuchung der Zelldichte im Tumor, berichtet BBC-Online. Laut Forschern regieren Patienten, deren Tumore eine höhere Zelldichte besitzen, besser auf eine Strahlen- bzw. Chemotherapie. Dies zeigte sich bei der Zelldichte-Untersuchung mittels einem hochentwickeltes Bildgebungsverfahren, das die Bewegung von Wassermolekülen in der Zelle misst.
Die Studie ist für ein besseres Verständnis der Art und Weise, wie sich ein Tumor verhält, wesentlich und laut Paul Nurse, CEO von Cancer Research UK, infolge auch dafür, warum gewisse Tumore auf eine Behandlung reagieren und manche nicht. Die Wissenschaftler hoffen, dass weitere Forschungen zu besseren Behandlungen für Patienten führen werden. Im nächsten Schritt wird jetzt untersucht, wie die Ergebnisse Personen mit fortgeschrittenem Mastdarmkrebs zugute kommen können und ob die Ergebnisse auch für die Behandlung von Patienten mit anderen Erkrankungen von Relevanz sind. Weltweit erkranken jährlich mehr als 34.000 Menschen an Darmkrebs, 17.000 Menschen sterben.



