Energie & Elektrotechnik

Kombinierter Brand- und Gasmelder schützt Leben

Dabei überwacht das System die Gaswerte auch ohne dass ein Brand vorliegt und bietet so zusätzlich Schutz vor CO-Gefahren aus nichtbrennenden Quellen – beispielsweise Autoabgasen. Eine spezielle Signalverarbeitung schließt Fehlalarme garantiert aus, erkennt aber gleichzeitig entstehende Gefahren extrem früh. Siemens stellt das System auf der Security 2010 in Essen (5. bis 8. Oktober) vor.

Kohlenmonoxidvergiftungen gelten als die häufigste Todesursache bei Bränden, denn das farb- und geruchslose Gas ist schon in kleinen Mengen sehr giftig. Es entsteht zum Beispiel, wenn ein Feuer zuwenig Sauerstoff bekommt. Eine CO-Messung hilft daher, bestimmte Brände sehr früh zu erkennen. CO kann aber auch durch defekte Gasherde und Heizungen oder chemische und andere produktionstechnische Prozesse in die Luft gelangen. Weil das Gas etwas leichter ist als Luft, verteilt es sich in Gebäuden. Gerade in Hotels oder in der Chemie- und Pharmaindustrie ist es daher wichtig, nicht nur Küche oder Produktionshalle, sondern sämtliche Räume zu überwachen.

Die CO-Messung erfolgt in einer elektrochemischen Zelle, die in den Brandmelder eingebaut ist. Siemens entwickelte spezielle Auswertealgorithmen, um mit Hilfe von voreingestellten Parametern, die genau an den jeweiligen Einsatzort angepasst sind, extrem früh zwischen Alarmfall oder normaler Schwankung zu unterscheiden. In einer Halle, in der geschweißt wird, liegen die Schwellwerte beispielsweise deutlich höher als in Büroräumen. Für die CO-Messung werten die Algorithmen außerdem den Verlauf der Messwerte aus, um die Frühwarnung bei gleichzeitigem Ausschluss von Fehlalarmen noch weiter zu optimieren.

Aufgrund der getrennt vorliegenden Messdaten zu CO-und Brandgefahr können intelligente Brandschutzsysteme außerdem effizientere Rettungsmaßnahmen ergreifen. Im Fall eines reinen CO-Alarms können Menschen auf dem schnellsten Weg ins Freie geleitet werden, zum Beispiel auch auf Dachterrassen, die bei einem Brand kein geeigneter Rettungsort wären. (IN 2010.09.4)



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