Maschinenbau

Hydraulische Bremsenergie-Rückgewinnung soll Briefträgern beim Anfahren helfen

Das Prinzip ist ganz einfach: Beim Bremsen wird Öl in einen Druckbehälter gepumpt, die rotatorische Energie wird dabei in hydraulische Energie umgewandelt. Wenn beim Anfahren ein Druckknopf gedrückt wird, entweicht der Druck und betreibt die Pumpe, die das Rad zum Drehen bringt.

„Bei einer Vollbremsung kann durchaus ein Druck von 80 bar aufgebaut werden“, sagt Artur Hahn, einer der fünf Studenten des Bachelor-Studiengangs Maschinenbau, die das Bremsenergie-Rückgewinnungssystem konzipiert haben. Zum Vergleich: Ein voll gepumpter Autoreifen hat rund zwei bar. Ein Druck von 40 bis 50 bar ist ausreichend, um das Fahrrad aus dem Stand zum Fahren zu bringen.

Die Studenten wissen auch schon, für wen ihre Erfindung besonders interessant sein könnte: für Briefträger, die ständig bremsen und wieder anfahren müssen. „Sie können die durch den Bremsvorgang entstandene Energie unmittelbar beim Anfahren nutzen“, sagt Hahn. Aber auch für Maschinen in der Industrie, die häufig abgebremst werden, ist die Technik interessant.

Insgesamt sieben studentische Gruppen aus dem Fachbereich Maschinenbau und Verfahrenstechnik unter der Leitung von Prof. Dr. Martin Deilmann stellten am gestrigen Projekttag im Foyer des Campus Krefeld-Süd ihre Projektarbeiten vor. Zu sehen war unter anderem der Einsatz von RFID-Technik im Maschinenbau, ein Gerät zur Kalibrierung von Strahlenschutzmessgeräten, eine durchsichtige Kaffeemaschine, der Bau eines universellen Transportsystems für Harfen, die Konstruktion einer Tunnelklappenkinematik sowie eine Übersetzungsmaschine für die im Maschinenbau verwendeten Konstruktionsprogramme „SolidCAM“ und „InventorCAM“.



Kommentare (0)

Schreiben Sie einen Kommentar