Materialwissenschaften

Rationeller Arbeiten mit weniger Energie

Gussteile werden schonend, aber wirkungsvoll von Sandsteinresten befreit

Exakte Gussteile sind das A und O in der Maschinen- und Anlagenbauindustrie. Damit dieses Ziel erreicht werden kann, müssen die Teile nach dem Gießen vom Sand befreit werden. Dieser Vorgang wird als „Entkernen“ bezeichnet und hilft, die Gussteile vom Sandkern zu trennen. Diese Reste des Gießvorganges würden sonst die Funktion des Gussprodukts beeinträchtigen.

Mit dem Projekt „Entkernsystem für Leichtmetall-Gussteile“ und der Entwicklung einer extrem leistungsstarken Entkernmaschine unter dem Namen „Swingmaster SM2“ sorgt jetzt das oberösterreichische Unternehmen Fill für viele Kundenanfragen.

Bedingt durch die vielfältige Einsatzmöglichkeit bei den unterschiedlichsten Gussteilen, konnte mit Förderung durch den Forschungsförderungsfonds für die gewerbliche Wirtschaft (FFF) ein zukunftsweisender Schritt in der Entkerntechnologie realisiert werden.

Gute Bedienbarkeit

Neben der drastischen Reduktion der Entkernzeiten liegen die Vorteile des Systems vor allem im ergonomischen Bereich und im minimalen Energieaufwand. Gute Bedienbarkeit, geringe Lärmemission und ein variables Einstellen auf die jeweilige Entkernsituation zeichnen den „Swingmaster SM2“ zusätzlich aus. So werden beim mechanisch ablaufenden Entkernprozess trotz hoher Arbeitsleistung weder Bauteile deformiert noch Oberflächen beschädigt. Durch die flexible Einstellung von Schwingfrequenz und -weite, Entkernposition und zeitlichem Ablauf werden die Gussteile während des Entkernvorgangs optimal geschont.

Der Vorgang des Entkernens

Die Kerne werden durch kurzes Vorhämmern gebrochen und die Gussteile im „Swingmaster SM2“ formschlüssig aufgenommen. Die frei schwingende Aufspannplatte und das Schwenken des Gussteils um die eigene Achse in beliebige Lage erleichtern den Entkernprozess. Der Reinigungseffekt selbst wird durch Sandknollen erreicht, die mittels Druckluft bewegt werden. Für das Entkernen wird das Gussteil mit dem „Swingmaster SM2“ verbunden, wobei die erforderliche Spannkraft manuell, pneumatisch oder hydraulisch aufgebracht wird.

Die Fill Gesellschaft m.b.H. wurde 1966 gegründet und ist heute mit 220 Mitarbeitern einer der weltweit führenden Maschinen- und Anlagenbauer, der Komplettsysteme für Alu-Gießereitechnik, Kunststoff-, Ski- und Snowboard- sowie Holzindustrie entwickelt und auch Projekte im Sondermaschinenbau realisiert. Neben dem Schwerpunkt als Zulieferer für die automotive Industrie zeichnet das Unternehmen vor allem seine Kompetenz im Bereich Aluminium aus. Vom Gießen über das Entkernen bis zum Bearbeiten entwickelt Fill innovative Technologien und Anlagen.



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