Acht von 1.000 Neugeborenen kommen mit einem Herzfehler zur Welt. Glück im Unglück, wenn die Anomalie bereits vor der Geburt entdeckt und die Schwangere gegebenenfalls an ein Spezialzentrum überwiesen wurde: Bei richtiger Behandlung hat das Baby deutlich bessere Überlebenschancen, das Risiko von Folgeschäden – beispielsweise durch Sauerstoffmangel oder schlechte Durchblutung der Organe – sinkt. Kinderkardiologen der Universität Bonn forschen momentan an einer Methode, mit der sie Herzschäden bereits im Frühstadium der Schwangerschaft besser erkennen können.
Dr. Ulrike Herberg, Kinderkardiologin an der Universität Bonn, hat in Zusammenarbeit mit der Klinik für Geburthilfe und Pränataldiagnostik der Universität Bonn und Experten der Software-Firma MedCom GmbH ein Ultraschall-Verfahren entwickelt, mit der sie dreidimensionale Ultraschall-Bilder vom Herzen des ungeborenen Kindes machen können. Die Aufnahmen des nur daumennagelgroßen Hohlmuskels lassen sich mit der Maus in die passende Richtung drehen; dabei kann sogar ein Laie die sich öffnenden und schließenden Herzklappen erkennen.



