Nun untersuchen Wissenschaftler aus mehreren Helmholtz-Zentren die mittelfristigen Folgen dieser Eruptionen. Auf der ständig aktualisierten Schwerpunktseite im Internet stellt die Helmholtz-Gemeinschaft die aktuellen Forschungsaktivitäten der Helmholtz-Zentren zusammen: www.helmholtz.de/folgenforschung_vulkan
Am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) startete am 20.April 2010 das Forschungslabor CARIBIC einen Messflug auf einem modifizierten Passagierflugzeug (Airbus A340-600) der Lufthansa. Ziel war die Vermessung der isländischen Vulkanaschewolke zwischen Frankfurt und Skandinavien in Höhen von 3 bis 8 km. KIT-Wissenschaftler des Instituts für Meteorologie und Klimaforschung in Garmisch-Partenkirchen untersuchen über LIDAR-Messungen auch den Einfluss der Vulkanausbrüche auf die Atmosphäre.
Wissenschaftler des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) haben am 19. April 2010 mit dem DLR-Forschungsflugzeug “Falcon 20E” einen Messflug über Deutschland durchgeführt. Weitere DLR-Experten werten aktuelle Aufnahmen verschiedener Umweltsatelliten aus. Der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Johann-Dietrich Wörner berichtet außerdem in seinem persönlichen Blog über neue Erkenntnisse.
Die Atmosphärenforscher am Forschungszentrum Jülich messen seit Freitag mit einem im Forschungszentrum stationierten LIDAR-System die vertikale Ausdehnung und den zeitlichen Verlauf der Aschewolke. Und auf der Koldewey-Station auf Spitzbergen in der Arktis betreiben Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung (AWI) im Rahmen einer deutsch-französischen Kooperation ebenfalls Messgeräte, um auch die Aschewolken in der arktischen Atmosphäre zu vermessen. Vulkanexperten am Helmholtz-Zentrum Potsdam – Deutsches GeoForschungsZentrum GFZ befassen sich unter anderem mit dem Mechanismus und der Geochemie der Eruption.
Ausführliche Informationen und Verweise zu allen beteiligten Helmholtz-Zentren finden Sie online unter: www.helmholtz.de/folgenforschung_vulkan
Die Helmholtz-Gemeinschaft leistet Beiträge zur Lösung großer und drängender Fragen von Gesellschaft, Wissenschaft und Wirtschaft durch wissenschaftliche Spitzenleistungen in sechs Forschungsbereichen: Energie, Erde und Umwelt, Gesundheit, Schlüsseltechnologien, Struktur der Materie sowie Luftfahrt, Raumfahrt und Verkehr. Die Helmholtz-Gemeinschaft ist mit fast 30.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in 16 Forschungszentren und einem Jahresbudget von rund 3 Milliarden Euro die größte Wissenschaftsorganisation Deutschlands. Ihre Arbeit steht in der Tradition des großen Naturforschers Hermann von Helmholtz (1821-1894).




