Hitze versiegelt Lebertumor – Verkürzte Krankenhaus-Verweildauer inklusive
Chirurgen des britischen Hammersmith Hospital haben einen Weg gefunden, Lebertumore ohne massiven Blutverlust zu entfernen. Dafür veränderten die Forscher eine bestehende Methode, bei der durch Hitze Blutgefäße verödet werden. Mit Radiowellen gelang es, die Blutgerinnung zu beschleunigen.
Der durchschnittliche Blutverlust während einer langen und komplizierten Operation zur Entfernung von Lebertumoren beträgt laut einem Bericht der BBC zwischen einem und rund zehn Liter. Tests an 40 Patienten zeigten, dass mit der neuen Technik bei der Entnahme des Lebertumors der Blutverlust auf rund 30 Milliliter gesenkt werden konnte. Dafür werden Radiowellen über Sonden in das Gewebe rund um den Tumor gesendet. Durch die Hitze werden die den Tumor umgebenden Zellen dehydriert und machen diese zu einem wirksamen Verschluss. Dadurch kann der Tumor sicher und mit sehr geringem Blutverlust entfernt werden.
Durch die neue Technik reduzierte sich auch der Krankenhausaufenthalt von normalerweise 14 auf acht Tage. Den Angaben der Chirurgen zufolge kam es bei keinem der Patienten zu einer Rückkehr des Tumors. “Die Radiofrequenz-Technik ist nicht nur einfach und sicher, sie hat für Patienten, Chirurgen und das Gesundheitssystem eindeutige Vorteile”, betonte der leitende Operateur Nagy Habib.



