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Gezüchtete Antikörper bekämpfen Schuppenflechte

Forscher des Dipartimento di Gastroenterologia e Dermatologia an der Universität La Vergata haben ein hoch wirksames Mittel zur Bekämpfung von Schuppenflechte (Psoriasis) entwickelt. Mit Hilfe eines im Labor gewonnenen monoklonalen Antikörpers kann die chronische Hautkrankheit definitiv geheilt werden.

Obwohl drei Prozent der Weltbevölkerung von Psoriasis betroffen sind, liegen noch keine gesicherten Erkenntnisse über die Ursachen dieser Dermatoseart vor. Bekannt ist, dass an der Bildung der gefürchteten Schuppenflechte zur Immunabwehr dienende weiße Blutzellen wie beispielsweise die T-Lymphozyten beteiligt sind. Diese setzen Zytokine wie das Antikörper bildende Interleukin 21 frei.

Bei den Labortests wurde zunächst einer Gruppe von Mäusen schuppende Hautlappen von Psoriasis-Patienten eingepflanzt und anschließend deren Blut transfusioniert. “Die Grundidee war ein aus tierischen und menschlichen Komponenten zusammengesetztes Lebendmodell aus Biopsie und Transfusion”, erklärte Teamleiter Giovanni Monteleone. Dabei sei eine andere Gruppe von Mäusen ohne T-Lymphozyten als Gewebeträger benutzt worden. “Auf ihren Rücken wurden nicht von Schuppenflechte befallene Hautstücke von Psoriasis-Patienten eingepflanzt und nach zwei Wochen eine Transfusion mit dem bei dem selben Patienten entnommenen Blut vorgenommen”, so der italienische Wissenschaftler weiter. Dies habe bei den Mäusen zur Aktivierung menschlicher T-Lymphozyten und die dadurch ausgelöste Entzündung schließlich zur Produktion von Interleukin 21 geführt.

Eine Woche nach dem Auftreten der Schuppenflechte wurden die so gewonnenen monoklonalen Antikörper auf die Probandengruppe übertragen. Das Verfahren habe bei ihnen zur vollständigen Heilung der befallenen Hautstellen geführt. Einzelheiten der italienischen Studie sind in der Fachzeitschrift “Nature Medicine” beschrieben.



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