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Nebenwirkungsarme Medikamente zur Therapie von Schmerzen

Auf dem gemeinsamen Stiftungssymposium anlässlich des Wissenschaftsforums Chemie 2009 in Frankfurt erhält der Tübinger Pharmazeut Andreas Koeberle gemeinsam mit zwei anderen Nachwuchswissenschaftlern am 31. August den Klaus-Grohe-Preis für Medizinische Chemie, der mit je 2.000 Euro dotiert ist.

Andreas Koeberle, 1981 in Sigmaringen geboren, studierte Biochemie in Tübingen, promovierte dort im April in Pharmazeutischer Chemie in der Arbeitsgruppe von Prof. Oliver Werz. Er ist derzeit Postdoc im Arbeitskreis von Prof. Takao Shimizu an der Universität von Tokyo.

Seine Arbeiten zur Entwicklung neuer nebenwirkungsarmer Medikamente zur Therapie von Schmerzen aller Art und entzündlichen Erkrankungen sowie gegen Fieber stoßen auf großes Interesse in der industriellen Pharmaforschung, weil erst vor kurzem wichtige Erkenntnisse zum biochemischen Ablauf solcher körperlichen Fehlverhalten gewonnen wurden. Die mikrosomale Prostaglandin E2 Synthase spielt dabei eine Schlüsselrolle.

Für dieses Enzym konnte Koeberle Hemmstoffe entwickeln, deren therapeutisches Potenzial er sofort erkannte. Er etablierte geeignete neue Testsysteme für die detaillierte Wirkstoffanalyse und konnte damit die Wirkungsweise bekannter synthetischer und pflanzlicher entzündungshemmender Substanzen klären. Die neu entdeckten Wirkstoffe von Koeberle könnten Meilensteine bei der Entwicklung neuer entzündungshemmender Arzneistoffe setzen.



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