Wirtschaft Finanzen

Privatunternehmen erhält Mond-Landeerlaubnis

TransOrbital will Erdtrabant kommerziell erschließen

Die US-Regierung hat grünes Licht für die erste private Mondlandung gegeben. Das in Kalifornien ansässige Unternehmen TransOrbital ist das erste Privatunternehmen in der Geschichte der Raumfahrt, das auf dem Mond landen und diesen fotografieren darf. Die kommerzielle Mondsonde TrailBlazer soll nach zwei Jahren Kampf um eine Genehmigung im Juni 2003 von Kasachstan aus starten.

Die Sonde soll die gesamte lunare Oberfläche für Wissenschaftler und Universitäten kartografieren. Nach 90 Tagen soll die Sonde auf den Mond stürzen und bis zu ihrem Anschlag hochauflösende Videobilder übertragen. “Der Mond ist reif für die kommerzielle Erschließung”, erklärte Dennis Laurie von TransOrbital laut einem BBC-Bericht. Diese Aussage rührt daher, dass TrailBlazer vollständig ohne Regierungszuschüsse auskommen soll und das Unternehmen daher das gesamte Programm vom Start bis zum Einschlag zwischen den Kratern vermarkten muss. Die Produkte reichen von einem Webportal, einem E-Mail-Dienst bis hin zu Werbung aus der Mondumlaufbahn.

In der Mondumlaufbahn setzt TrailBlazer kleine Mini-Sonden aus, auf diesen sind die Logos der Sponsoren aufgebracht. Die Videokamera soll Bilder auf die Erde übertragen, diese Bilder sollen für Videospiele verwendet werden, so die Vision des Unternehmens. Es besteht auch die Möglichkeit, Visitenkarten mit TrailBlazer zum Mond zu schießen. Wer diese Möglichkeit nutzen will, wird mit 2.500 Dollar pro Gramm Transportmaterial zur Kassa gebeten. TransOrbital plant auch eine permanente kommerzielle Mondbasis, die zunächst Space-Touristen und Wissenschaftlern zugänglich gemacht werden soll. Die Reisezeit beträgt vier Tage.



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