Jordanien und Israel vereint zur Rettung des Totes Meeres
Pipeline pumpt Wasser vom Roten Meer in zunehmend sinkendes Gewässer
Im Rahmen des Umweltgipfels in Johannesburg haben Israel und Jordanien gemeinsame Pläne zur Rettung des Toten Meeres bekanntgegeben. Mit Hilfe einer rund 300 Kilometer langen Pipeline zum Roten Meer soll der Wasserspiegel des Toten Meeres stabilisiert werden. Jedes Jahr sinkt dessen Wasserspiegel um fast einen Meter. Grund dafür ist, dass dem zuführenden Fluss Jordan große Wassermengen für Bewässerungszwecke entzogen wurde. Durch die Rettung des Toten Meeres soll nicht nur die Umwelt, sondern auch der Tourismus rund um das Meer erhalten bleiben.
Experten gehen davon aus, dass das Tote Meer in den nächsten 50 Jahren auf die Hälfte seiner derzeitigen Größe schrumpfen wird. Dies soll durch den Bau der Pipeline verhindert werden, schreibt die New York Times heute, Montag. Die Kosten der Pumpaktion werden mit rund einer Mrd. Dollar beziffert. Beide Regierungen hoffen, dass das Ausland das Projekt finanziell unterstützen wird.
Das Projekt soll nach einer rund neun Monate dauernden Untersuchung anlaufen. Der Bau der Pipeline wird zwei bis drei Jahre in Anspruch nehmen. Das gemeinsame Projekt wurde bereits für Ende 2000 anberaumt. Es wurde aber aufgrund der zunehmenden Gewalt im Nahen Osten verschoben.




