Johannesburg-Gipfel wird nachhaltiger Entwicklung in Kommunen neuen Schub geben
Bundesweite Servicestelle Lokale Agenda in Bonn eröffnet
Wenige Wochen vor dem Weltgipfel für Nachhaltige Entwicklung in Johannesburg hat Bundesumweltminister Jürgen Trittin heute die bundesweite Servicestelle für die Lokale Agenda 21 in Bonn eröffnet. “Der Johannesburg-Gipfel wird nicht nur Bilanz ziehen, wie wir in den vergangenen zehn Jahren bei der Umsetzung der Rio-Beschlüsse vorangekommen sind, sondern zugleich neue Aufgaben und Ziele für die Zukunft formulieren und damit der nachhaltigen Entwicklung auch in Städten und Gemeinden einen neuen Schub geben. Ressourceneffizienz, nachhaltige Energieversorgung und Wasserwirtschaft sind auch wichtige Zukunftsthemen der Kommunen in Deutschland. Über 2300 von ihnen beteiligen sich an der Umsetzung einer Lokalen Agenda. Mit der neuen Servicestelle wollen wir alle Beteiligten und Interessierten stärker unterstützen”, sagte Bundesumweltminister Jürgen Trittin.
Die Aufgabe der neuen Servicestelle besteht vor allem darin, die Umsetzung der Agenda 21 auf lokaler Ebene voranzubringen. Sie soll Dialogplattform und Dienstleister für alle im Agenda-Prozess engagierten Bürgerinnen und Bürger sowie für Medien, Multiplikatoren und andere Interessierte sein. Darüber hinaus nimmt sie die Aufgabe einer Verbindungsstelle zwischen Bund, Ländern, kommunalen Spitzenverbänden und Kommunen zur Vorbereitung und beim Follow up des Weltgipfels für Nachhaltige Entwicklung wahr. Neue Informationstechnologien sollen genutzt werden, um einen bundesweiten Ideen-, Erfahrungs- und Informationspool zu bilden. Darüber hinaus sollen Workshops und Konferenzen zu speziellen Themen der nachhaltigen Entwicklung und ihrer praxisnahen Umsetzung durchgeführt werden. Die Servicestelle wird von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt unterstützt. Sie hat ihren Sitz bei der Agentur Agenda Transfer in Bonn.
Bundesumweltminister Jürgen Trittin würdigte das Engagement Tausender von Bürgerinnen und Bürgern in Deutschland, die sich – häufig ehrenamtlich – in ihren Kommunen mit zahlreichen Projekten – etwa im Energie- und Verkehrsbereich, bei der Müllvermeidung und im Lärmschutz sowie in sozialen Projekten – für nachhaltige Entwicklung einsetzen. Zugleich sprach er die Hoffnung aus, dass mit der bundesweiten Servicestelle weitere Städte und Gemeinden für den Agenda-Prozess gewonnen werden können.




