In Lübeck wurde jetzt Deutschlands erste Landstromversorgung für Handelsschiffe in Betrieb genommen.
Damit beziehen Schiffe im Hafen ihren Strom über das örtliche Netz, statt ihn schadstoffreich mit Dieselaggregaten zu produzieren. Erster Abnehmer für den Lübecker Landstrom ist die schwedische Schifffahrtslinie Transatlantic.
Herzstück der Siemens-Landstromversorgungen ist das Siplink-System, das erstmals eine elektrische Verbindung von Schiffs- und Landnetz erlaubt, auch wenn die entsprechenden Frequenzen unterschiedlich sind.
Bei dem Lübecker Landanschluss handelt es sich um eine reine 50-Hertz-Anlage, da die Bordnetze der Schiffe mit derselben Frequenz betrieben werden wie das Netz an Land. Bei zwei Dritteln aller Schiffe weltweit funktioniert das Bordnetz jedoch mit 60 Hertz. Für die Landstromversorgung in Europa ist daher eine Anpassung erforderlich.
Die Lösung ist Bestandteil des Siemens-Umweltportfolios, mit dem der Konzern im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 17 Milliarden Euro erzielte.




