Maschinenbau

Wärmeaustauscher gewinnt Energie aus Gasen und flüssigen Medien

Der Aircross ist ein gelöteter Plattenwärmeaustauscher aus Edelstahl, der für Drücke bis 16 bar ausgelegt ist. Als Lot wird Kupfer oder Nickel, je nach Korrosionsbeanspruchung, verwendet. Er ist den Angaben zufolge absolut gasdicht und wird bei einem Druck von 24 bar geprüft. Die Wandtemperatur darf 250 ° C nicht übersteigen, was bei einem flüssigen Kühlmedium eine Gaseintrittstemperatur bis 700 ° C zulässt.

Geladenen Edelstahlplatten bilden Grundgerüst für Wärmetauscher

Hergestellt wird der Wärmetauscher Aircross aus positiv und negativ geprägten Platten, die aufeinander gestapelt werden. Zwischen die Edelstahlplatten kommt jeweils eine hauchdünne Lotfolie, die beim Erhitzen auf über 1100 ° C mit dem Stahl eine Legierung eingeht und so die Platten über viele, nahe zusammenliegende Auflagepunkte stabil und druckfest verbindet. Der Lötvorgang findet in einem Vakuumofen statt, wodurch die Abmessungen des Tauschers beschränkt werden.

Im Gegensatz zu den normalen symmetrischen Wärmetauschern steht beim Aircross die Maximierung des Wirkungsgrades für einen Massenstrom im Vordergrund; dementsprechend wird das andere Medium dimensioniert. Zusätzlich gibt es die Möglichkeit, mehrere Wärmetauscher parallel, in Serie oder im Kreuzstrom zu installieren. Wie Herstellerbeispiele zeigen, können damit Wirkungsgrade für den betrachteten Massenstrom von mehr als 90% erreicht werden.

Die Einsatzmöglichkeiten für Aircross-Wärmetauscher sie reichen von der Abwärmenutzung aus Heizgasen von Kesseln über Kraft-Wärme-Kopplung bei einem Blockheizkraftwerk bis hin zur Wärmerückgewinnung in Anlagen, die prozessbedingt mit Kondensation arbeiten.



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