Der zunehmend bessere Wärmeschutz von Gebäuden erfordert auch effiziente Fenstersysteme. Hier hat sich in den letzten Jahrzehnten viel getan. Sehr gute Dämmwerte erreichen heute beispielsweise Dreifachverglasungen mit Edelgas-Füllung. Eine neue Entwicklung stellt die Vakuumisolierverglasung dar.
Sie besticht neben ihrer exzellenten Dämmwirkung durch eine schlanke Konstruktion und ein geringes Gewicht. Das BINE-Projektinfo “Vakuumverglasung: Wenn Vakuum Edelgas ersetzt” (01/08) stellt die Technik, die aktuellen Forschungsarbeiten sowie die Anwendungspotenziale vor.
Vakuumisolierglas besteht in der Regel aus zwei Glasscheiben in einem geringen Abstand. Der Clou befindet sich im Scheibenzwischenraum: Nichts. Während bei herkömmlichen Gläsern eine Edelgasfüllung die Wärmeleitfähigkeit reduziert, entfernt die Evakuierung bei der neuen Verglasung jegliches Medium, das Wärme und Schall transportieren könnte.
Doch diese einfache Idee ist gar nicht so leicht umzusetzen: Geeignete Stützkörper müssen den durch die Evakuierung extrem hohen atmosphärischen Druck auf die Glasscheiben aufnehmen. Entscheidend ist außerdem ein Randverbund der beiden Glasscheiben, der das Vakuum im Scheibenzwischenraum dauerhaft erhält.
Für die geplante Markteinführung der Vakuumisoliergläser 2010 müssen noch Rahmenkonstruktionen entsprechend weiterentwickelt werden. Sie sollen die Wärmebrücke Randverbund überdecken, schlank sowie gut dämmend sein.
Das Projektinfo “Vakuumverglasung: Wenn Vakuum Edelgas ersetzt” (01/08) ist kostenfrei beim BINE Informationsdienst von FIZ Karlsruhe erhältlich – im Internet unter www.bine.info oder telefonisch unter 0228 – 92379-0.
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